„Meine Gedanken sind Bilder, die ich gemacht habe.“

Lektion 15 | Übungsbuch | EKIW

„Meine Gedanken sind Bilder, die ich gemacht habe.“

Lektion 15 | Übungsbuch | EKIW

Woher kommen & wohin gehen wir?

Woher kommen wir? ‚Wir kommen von unseren Eltern!‘ – Das wäre vor vielen Jahren meine erste Antwort gewesen. „Ich bin kein Körper, ich bin frei. Denn ich bin nach wie vor, wie Gott mich schuf.“ ist ein zentraler Satz in „Ein Kurs in Wundern“. Diese Worte schockierten mich zu Anfang. Durch die praktische Anwendung dieser Lektion, bin ich aber letztendlich in die Erfahrung gekommen, dass dies die Wahrheit ist. Denn jeder Gedanke, der davon abweicht, macht unfrei und ist mit Angst, Schmerz und Leid verbunden.

Wir sind zwar als Körper in dieser Welt unterwegs, aber wir kommen nicht von dieser Welt, wir kommen nicht von unseren Eltern. Wir kommen aus dem Licht. Und wir können entscheiden, andere getrennte Körper zu sehen, oder wir öffnen uns für die Schau Christi und wählen, den anderen als vollkommen und als geheilt (unabhängig von der Sicht der menschlichen Augen) zu sehen. Das braucht Übung, keine Frage. Du wirst merken, dass du dich jedes Mal, wenn du dies praktizierst, zu Hause fühlst. Du wirst das wahrhaft liebende Wesen in dir bemerken. Eigentlich kannst du nichts anderes als Liebe geben. Doch wirst du diese Worte erst in ihrer Vollkommenheit annehmen können, wenn du es selbst ausprobierst und erfährst.

Es ist unsere Wahl

Es ist unsere Wahl, eine getrennte Welt sehen zu wollen. Und genau das steht uns im Weg. Du wirst jetzt sagen: ‚Natürlich ist das nicht meine Wahl!‘ Doch, das ist es. Durch die Praxis der Geistesschulung konnte ich interessante Gedanken enttarnen, die keine geheilte und lichtvolle Welt sehen wollten.

Sie wollten kämpfen und viel lieber Trennung wahr machen. Sie wollten, dass ich auf dem Treppchen stehe, um besser zu sein als andere und herauszustechen. Um ehrlich zu sein, wollten sie, dass ich die Beste bin. Denn dann würde ich gesehen und anerkannt werden, und mich endlich als ‚guten Menschen‘ wahrnehmen. Dies ist eine Methode des Egos. Es gibt unzählige weitere Varianten und individuelle Strategien, um dich in der Welt der Trennung festzuhalten.

Du kannst deine Gedanken beobachten, daher kannst du sie nicht sein. Aber du kannst natürlich entscheiden, diese als deine Wahrheit anzunehmen.

Ich lade dich ein, die Tageslektionen aus dem Kurs, so wie dort beschrieben, anzuwenden und so für dich zu entdecken, welche verrückten Ideen und Konzepte du über dich und die Welt für wahr hältst. Später wirst du hierüber lachen können. Und erst dann, wenn wir wissen, wovon wir uns befreien wollen, können wir das Licht hinter dem Schatten erkennen.

Sei ganz ehrlich

Ich weiß, dass du hier bist, um genau das aufzudecken. Du willst nicht weiter Halbwahrheiten hören. Ja, du bist Licht und Liebe. Das hast du schon so oft gehört und doch stehst du immer wieder an derselben Stelle. Weil nur dies zu wissen, dich nicht weiterbringt. Du wirst es erst für wahr annehmen, wenn du in die Erfahrung kommst, dass du nicht deine begrenzten Gedanken, sondern das konstante, unveränderbare Licht dahinter bist. Und dorthin gelangst du, indem du dir all die Gedanken unverschleiert anschaust, die sich dir zeigen.

Du entscheidest, daran zu glauben, also kannst du auch entscheiden, nicht mehr daran zu glauben. Die Kraft der Entscheidung, welchen Weg du gehen willst, ist immer dein. In Wahrheit sind es nur Geschichten aus der Vergangenheit, die du dir immer und immer wieder vom Ego erzählen lässt. Lass dich an dieser Stelle nicht von dem Ego beirren, was dir jetzt vielleicht einreden will, dass du schlecht und klein bist und dass du ja bereits weißt, dass du unendlich viele Themen hast. ‚Das wird nie was und es ist zu viel!‘ – Auch das ist eine Abwehrmasche des Egos, sodass du erst gar nicht den ersten Schritt machst oder aufhörst, weiterzugehen. Es will natürlich nicht, dass du erwachst. Dabei ist genau das eigentlich so einfach. Es ist so viel einfacher als das komplizierte Denken des Egos.

Deine sogenannten großen Themen, die sich bei dir noch zeigen und sich scheinbar nicht lösen lassen, sind sehr einfach aufzugeben. Beobachte sie, nimm sie an, schieb sie nicht mehr weg und übergib sie dem geheilten Geist. Vorausgesetzt, du bist bereit, sie wirklich aufzugeben. Denn auch hier ist wieder Ehrlichkeit gefragt. Manchmal wollen wir Gedanken nicht wirklich aufgeben.

Wer bist du, wenn du nicht mehr klein bist?

Wer bist du, wenn du nicht mehr krank bist?

Wer bist du, wenn du nicht mehr das Opfer dieser Welt bist?

Selbstverantwortung ohne Schuldgefühle

Du darfst Verantwortung für deine Wahrnehmung übernehmen. Dein Ja hierzu, führt dich zum Licht, das sicher auf der anderen Seite des scheinbaren Tunnels auf dich wartet. Hab keine Angst mehr vor dem weglosen Weg, denn in Wahrheit hast du das Licht noch nie verlassen. Du träumst einfach nur von einer scheinbar anderen Seite.

Du bist verantwortlich dafür, wie du die Welt sehen möchtest, nicht dafür, dass du sie tatsächlich gemacht hast. Es geht um die Selbstverantwortung ohne Schuldgefühle, so kann man sagen. Diese Welt ist ein Traum. Daher bringt uns die Geistesschulung dahin, unsere Interpretationen über die Welt aufzugeben. Wir sind nicht schuldig und auch nicht verantwortlich für die Geschehnisse an sich. Es ist unser Sehen, unsere Wahrnehmung, die wir eingeladen sind, korrigieren zu lassen.

Wie fühlt sich diese Information für dich an?

Du bist eingeladen diese Worte zu sprechen und wirken zu lassen:

„Ich bin kein Körper. Ich bin frei. Denn ich bin nach wie vor so, wie Gott mich schuf.“

Jesus, aus „Ein Kurs in Wundern“

Verantwortung übernehmen

Sei bereit, die Verantwortung für alles zu übernehmen, was deinen Frieden scheinbar stört. Schau es dir sanft an. Und genau deshalb bist du hier, um deine scheinbar großen Themen lösen zu lassen. Nimm die Hilfe des geheilten Geistes an und lass dich führen. Noch einmal: Es ist sehr einfach, die Gedanken, die dich in der Dualität halten, aufzugeben. Gib sie an dein höheres Selbst, an den heiligen Geist, an das Christusselbst, an Buddha, an Gott (was auch immer sich für dich stimmig anfühlt), ab. Und genau dann, wirst du in die Erfahrung gelangen, dass all das, was dir täglich begegnet, eine Erinnerung an die Wahrheit ist und dass diese Welt nur in deinem Geist existiert, und zwar genauso, wie du sie haben möchtest. Eigentlich ist sie völlig neutral.

„Bevor du Liebe willst, bemerke, dass du Liebe bist. Bevor du Frieden willst, bemerke, dass du Frieden bist.“ – Gottfried Sumser aus dem Buch „Weckruf“

Du bist ein unsterblicher, ewiger Seelengeist. Das ist der Weg, für jeden von uns. Zeit spielt keine Rolle, auch sie gehört dem Gedankensystem des Egos an. Es gibt immer nur das JETZT. Der Seelengeist, der du immer warst, jetzt bist und immer sein wirst, hat nur dieses eine Ziel: dass du die Wahrheit über dich akzeptierst. Und: Er führt dich sicher. Verschließe nicht mehr deine Augen vor deiner wahren Größe.

Wann möchtest du das Versteckspiel beenden und dich vom wahrhaft strahlenden Licht finden lassen?

Von dem Licht, das keinen Schatten wirft, denn es ist überall, in allem und in jedem – ohne irgendeine Begrenzung. Vielleicht ist dieser Tag heute, vielleicht morgen, vielleicht in einigen Jahren, oder auch erst in der nächsten Inkarnation. Du hast alle Zeit der Welt.

In tiefer Dankbarkeit

Danke an alle Eltern, die jedem Lichtgeist die Chance bieten, in dieser Welt als Körper zu sein, um im Geist zu heilen. Nutzen wir diesen Körper als Instrument in einer scheinbar dualen Welt, um uns zu erinnern, woher wir, samt unseren wundervollen Eltern, wirklich kommen. Durch eine tägliche Anwendung der Lektionen aus „Ein Kurs in Wundern“, wird es dir leicht gemacht, all das Wissen in die Erfahrung zu bringen. Licht ist deine Quelle, egal, was du tust oder nicht tust. Du kommst aus dem Licht, du bist Licht und du gehst ins Licht. Diese Wahrheit über dich kann niemals verändert werden.

Danke aus tiefstem Herzen für deine Bereitschaft, dich gemeinsam mit mir daran zu erinnern.

Von Herzen,

Katharina