Meine Angriffsgedanken greifen meine Unverletzlichkeit an.

Lektion 110 | Übungsbuch | EKIW

Meine Angriffsgedanken greifen meine Unverletzlichkeit an.

Lektion 110 | Übungsbuch | EKIW

Schuld oder Heilung

„Es ist unmöglich, dass irgendetwas zu mir kommen könnte, was nicht von mir erbeten wurde. Sogar in dieser Welt bin ich es, der mein Schicksal beherrscht. Was geschieht, ist das, wonach ich verlange. Was nicht geschieht, ist das, wovon ich nicht will, dass es geschehe. Das muss ich akzeptieren.“ (Teil 1 aus Lektion 253, Übungsbuch, EKIW)

Wenn Widerstand in mir ist, werde ich die Situation nutzen, um diesen auszutragen. Und so geschieht das, wonach ich verlange. Ich erfahre Groll, Ärger und Unfrieden.

Wenn ich mich klein und verlassen fühle, kann ich keine Verbindung spüren. Und so geschieht nichts, was ich nicht will. Ich erfahre mich als getrennt, einsam, vielleicht traurig, anstatt verbunden und in Freude.

Wir müssen akzeptieren, dass das die Gesetze der Anziehung sind. Ich erfahre jede Situation so, wie ich sie (unbewusst) anziehe, bedeutet erfahren will.

Durch den Glauben an unbewusste Programmierungen entsteht ein verzerrtes Selbstbild. Dieses fußt auf vergangenen Gedanken. Das ist die fragile Basis (der versteckte Eisberg unter der Wasseroberfläche), die dazu führt, dass wir uns als Opfer der Umstände erfahren.

Eine Art Ohnmacht zeigt sich. Es fühlt sich an, als würden wir endlose Schleifen drehen. Es scheint unmöglich, dem zu entkommen.

Oft kommt dann noch der Gedanke auf, es sei völlig normal, traurig, in Leid und Schmerz zu sein. Das gehört eben zum Leben dazu und es wird sich damit abgefunden. Option B ist: Ich bin schuld an meiner Situation. Da muss ich jetzt eben durch, vielleicht habe ich ein schlechtes Karma.

Durch die Geistesschulung wird uns ein Weg aufgezeigt, wie wir diese Schleifen der unbewussten Schuld nicht mehr wiederholen müssen.

Was wollen wir wirklich?

Oft verlieren wir uns im Traum und beginnen mit der Manifestation dessen, was wir denken, das wir wollen, um den Traum schöner zu machen. Wir denken, wenn wir die Kontrolle übernehmen, wie unser Leben aussehen sollte, gehen wir der Angst vor dem aus dem Weg, was wir nicht kontrollieren können.

Jesus sagt uns im Kurs, wir wissen gar nicht, was wir wirklich wollen. Wir denken, wir wollen eine perfekte Beziehung, einen sicheren Job, eine schöne Reise, die beste Wohnung, körperliche Heilung …

Was wir wirklich wollen, ist Gott, ist die Wahrheit. Das ist das einzig wirkliche Bedürfnis, das wir haben und darin lösen sich alle anderen auf.

Und nun die entscheidenden Fragen:

Wie finden wir zur Wahrheit bzw. zu Gott?

Wie durchbrechen wir die Muster der gewohnten Reaktion aus Angst, Ohnmacht, Angriff und Verteidigung?

Wie kommen wir aus der Erfahrung heraus, dass wir uns als Opfer unserer Umstände fühlen?

Durch Vergebung

Indem wir ins Herz zurückgehen. Indem wir zurücktreten und uns führen lassen. Indem wir uns stille Zeiten mit Jesus, mit Gott nehmen und ins Gebet, d.h. in die Kommunikation gehen. Indem wir z.B. Fragen stellen, die uns an die Wahrheit erinnern (hier findest du eine Auflistung mit konkreten Fragen, die hilfreich sind). Indem wir ehrlich hinschauen und wenn etwas im Argen ist, den Heiligen Geist als unseren Lehrer wählen und um SEINE Sicht bitten.

Jetzt kann sich unser verzerrtes Selbstbild im Licht auflösen. Es braucht nur unsere Entscheidung FÜR das eine SELBST, das wir alle miteinander teilen.

In deiner Unverletzlichkeit liegt deine Stärke. Angriffsgedanken dimmen das Licht, sie verschleiern deine Unschuld und halten ein falsches Selbstkonzept aufrecht. Das macht nicht glücklich.

Nichts kann je deinen Frieden stören und wenn es doch so scheint, kannst du die Aufhebung der Angriffsgedanken wählen:

Mein Frieden kann nicht gestört werden. Nichts Wirkliches kann bedroht werden. Ich schaue mir hier einen abgedrehten Film an, den ich “mein Leben” nenne. Der Sohn Gottes (als reines, strahlendes Licht, als freier Christusgeist) ist meine, wie deine wahre Identität. Mein, wie dein SELBST ist Herrscher des Universums. Nur die Liebe ist wahr und möchte ausgedehnt werden. Ich will nicht bis zu meiner Erschöpfung darum kämpfen, das Licht zu dimmen. Ich bin hier, um wahrhaft hilfreich zu sein und IHN zu vertreten, der mich gesandt hat. Amen.

Gott will, dass ich von allem, was nicht Liebe ist, erlöst bin.

„Gott will, dass ich hiervon erlöst bin.“ Aus Lektion 235

Ich vergebe alles, weil Gott will, dass ich von allem eingebildeten Leid, Schmerz und Schuld erlöst bin. (aus einem Podcast von Gottfried Sumser)

Jetzt verändert sich die Anziehung

„Denn so werde ich an dieser Welt vorbei zu meinen Schöpfungen geführt, den Kindern meines Willens im HIMMEL, wo mein heiliges SELBST mit ihnen weilt und mit IHM, DER mich schuf.“ (Teil 2 aus Lektion 253, Übungsbuch, EKIW)

Ich kann nun in Freude, Frieden, Liebe und Mitgefühl reagieren. Denn der Schleier wurde gelüftet. Ich bemerke, dass ich nicht meine begrenzten Gedanken bin, nicht mein Selbstkonzept des Opfer-Daseins.

Aus meinem Inneren erstrahlt die Liebe, erstrahlt Gott. Und so ist Gott in allem, was ich sehe, weil Gott in meinem Geist ist. (Lektion 30, Übungsbuch, EKIW) Die Welt muss sich nicht verändern, mein Geisteszustand hat sich durch die Aufhebung des Trennungsgedankens verändert.

Und auch hier gilt:

Es geschieht, wonach ich verlange. Ich erfahre jetzt Verbundenheit, heilige Begegnungen im Licht und Sicherheit in Gott. Alles erinnert an die Wahrheit und nicht mehr an die Falschheit.

Und es geschieht nicht, wovon ich nicht will, dass es geschehe: Die Erfahrung von Trennung, Leid und Schmerz ist nicht verfügbar. „Was leidet, ist nicht Teil von mir.“ (Lektion 248, Übungsbuch, EKIW)

Ich erfahre die Welt als Bedrohung oder als Segen, je nachdem, durch welche Brille ich sie betrachten möchte, je nachdem, welchem Lehrer ich folge.

Dieser wunderbare Schulungsweg führt uns jeden Tag aufs Neue an den “Ort”, wo wir uns wahrhaft ausruhen und in Frieden sein können. Dabei sind wir weiterhin aktiv in der Welt unterwegs.

Wozu dient diese Erfahrung?

Wie wollen wir die Dinge heute betrachten, die sich zeigen oder auch nicht zeigen?

Was wählen wir heute? Welchem Lehrer wollen wir folgen?

Nutzen wir doch dieses Leben inkl. dem Körper dankbar als wunderbare Lernhilfe. Was meinst du?

Der scheinbare (Alb)Traum der Trennung verändert sich zu einem glücklichen Traum. Das ist ein natürlicher Nebeneffekt, wenn wir den Frieden Gottes als Ziel an den Anfang stellen. „Mein SELBST ist Herrscher des Universums.“ (Lektion 253, Übungsbuch, EKIW) – das Ausdehnen der Liebe und die Wahl für Vergebung bei allem, was scheinbar dazwischensteht, haben jetzt erste Priorität für uns.

Jetzt & auf ewig mit dir in Frieden,

Katharina