Sexualität im Licht der non-dualen Liebe
Sexualität ist ein Thema, wo ich mich oft gefragt habe, wie und wo das in diesem Kurs, d.h. der Lehre der Non-Dualität, einzuordnen ist.
Ich bin diesbezüglich sehr oft in die Kommunikation mit Jesus gegangen. Und so lösten (und lösen) sich viele starre Gedankenmuster. Ich bekam immer wieder Antworten in Form von klärenden Gedanken und Botschaften, u.a. durch Kurs-Seminare oder Interviews. Es war und ist eine wundervolle Reise. Ich bin sehr dankbar für die Entfaltung und die heilsamen Erfahrungen diesbezüglich. Es wird immer leichter und freier.
Jesus, Heiliger Geist, wie siehst du das? – Diese Frage, stelle ich immer wieder gerne in der Stille und gebe mich der inneren Führung hin.
Was ist Sexualität?
Es ist ein körperlicher Akt, wie Essen, Trinken und in der Natur unterwegs sein auch. Wer gibt den Dingen eine besondere Bedeutung? Wir. Entweder hat Sexualität keinen oder einen besonders wichtigen Stellenwert. Aber immer geben wir den Dingen die Bedeutung: „Ich habe allem, was ich sehe, die gesamte Bedeutung gegeben, die es für mich hat.“ (Lektion 2, Übungsbuch, EKIW)
Wie lange schon nimmt Sexualität eine besondere Stellung ein? Es ist ein Bereich, der oft zu Konflikten führt, meist unausgesprochen, oft sogar unbemerkt.
Ich habe für mich enttarnt, dass die Sexualität gerne vom Ego genutzt wird, um sich entweder besonders zu „behaupten“ oder um sich besonders zu verstecken – wobei es immer um die Aufrechterhaltung der Idee der Trennung geht. Beides sind Extreme, die sich im Sex, genauso wie auf der Arbeit oder in Beziehungen allgemein zeigen können.
Wenn die Welt völlig neutral ist und wir ihr unsere Bedeutungen auferlegen, so wie es eben bestmöglich zu unserem unbewussten Selbstbild passt, dann gehört auch die Sexualität dazu.
In diesem Bereich kann sich triebhaftes Verlangen (Gier) ausdrücken, genauso wie bei einer Abhängigkeit von Alkohol, Essen oder Drogen auch. Es scheint, als wäre man Opfer dieses unstillbaren Verlangens des Körpers. Aber was steckt wirklich dahinter? Es ist IMMER ein Ruf nach LIEBE. Der Mangel an LIEBE, den wir denken, zu erleiden, soll kompensiert werden.
ER-lösung durch die Führung der LIEBE
Alles, worum sich der Kurs dreht, ist, dass wir uns für das Verlernen der gewohnten (oft unbewussten) Konzepte öffnen und lernen, in die Führung der non-dualen ewigen LIEBE zu vertrauen. Ja, uns dieser sogar vollkommen hinzugeben. Und wem oder was geben wir uns hin? Unserer wahren Identität. Das ist nichts Fremdes. Wir haben es einfach nur vergessen bzw. verleugnet. Wir haben uns mit diesem begrenzten Körper identifiziert, der wir nicht sind. Er ist eine Lernhilfe auf dem Weg ins Erwachen. Und durch diese neue Bedeutung wird er zum Diener des Lichts und ist nicht mehr Vertreter des Egos, d.h. Opfer seiner Begierden, Ängste und Umstände.
Auch in der Sexualität dürfen wir uns vollkommen führen lassen und den Heiligen Geist (oder Jesus) einladen, die heilsame und kompromisslose Führung zu übernehmen. Das mag anfangs komisch erscheinen (ging mir auch so). Aber es ist einfach nur ein Gedanke der Begrenzung, weil wir aus der Sexualität etwas Besonderes gemacht haben, wo wir doch den Heiligen Geist (oder Jesus) nicht einladen können. Doch, das können wir. ER ist in diesem Fall das Symbol deiner Wahrheit. Ob wir nun Jesus, den Heiligen Geist, das Licht oder GOTT bitten, uns hierin zu führen, spielt keine Rolle. Es sind einfach Worte, die an etwas Wahres erinnern, das dich tief in deinem Herzen berührt.
Du bist von Herzen eingeladen, die Sexualität an sich, an das Licht zu übergeben. Und dann schau, was geschieht. Wehre dich nicht mehr gegen die Heilung. Die Sexualität kann ein echter Katalysator in der Heilung sein, wenn wir sie in die Geistesschulung mit einbeziehen und nicht ausgrenzen. Der Heilige Geist nutzt alles, was du IHM anbietest, um dich von deinen Angriffsgedanken zu befreien. Und ich würde einmal behaupten, gerade in der Sexualität, können wir viele von diesen Gedanken enttarnen.
Will ich recht haben oder glücklich sein?
Auf meiner Reise habe ich bemerkt, dass ich in diesem Bereich lange Zeit recht haben wollte und Gedanken gefolgt bin, die die Sexualität ausgrenzen wollten. Ich wollte Unterschiede machen, um das, was an scheinbaren Wunden da war, zu verstecken, um nicht hinschauen zu müssen. Ja, man kann sagen, ich habe den Kurs benutzt, um mich vor den Verletzungen der Vergangenheit diesbezüglich zu verstecken. „Ich sehe nur die Vergangenheit.“ (Lektion 7, Übungsbuch, EKIW) Ich habe einfach entschieden, es auszublenden, und dem stillschweigend aus dem Weg zu gehen. Bis ich bemerkt habe, dass der Weg so nicht funktioniert. Die Bedeutung der Dinge fällt sanft von uns ab, durch die Praxis der Vergebung, nicht durchs Selbermachenwollen.
Es geht darum, präsent zu sein und in dieser Präsenz ehrlich festzustellen, wenn sich etwas blockiert, nach Trieb, Lust, Verlangen oder auch schwerfälligem Verweigern anfühlt (egal ob beim Sex, Essen oder bei sonst etwas). Es darf da sein und es darf bemerkt werden. Wir dürfen hier ehrlich sein und uns alle alten Bilder der Vergangenheit zu diesem Thema (Verletzungen, Widerstände, Ängste, versteckte Erwartungen), an die wir geglaubt haben, sanft anschauen und uns Zeit zum Fühlen erlauben.
„Ich rege mich auf (bin verletzt, traurig, …), weil ich etwas sehe, was nicht da ist.“ (Lektion 6, Übungsbuch, EKIW) Und dann gehen wir in die Kommunikation mit dem Heiligen Geist. Wir treten zurück und übergeben es ans Licht. „Halt Stopp, Jesus/ Heiliger Geist ich bemerke hier, dass ich … und ich gebe es DIR. Führe DU mich.“ Wir versuchen nicht mehr, die Dinge wegzudrücken bzw. selbst zu regeln und recht zu behalten mit unseren verzerrten Bildern. Wir wollen glücklich sein. Und so werden wir still, horchen und spüren. …
Nur das ist die Aufgabe und alles wird sich so WUNDER-schön entfalten, dass es in Worten nicht zu beschreiben ist. Die Dinge verändern sich. Nicht weil wir es wollen, sondern weil es das ist, was natürlich geschieht, wenn wir uns dem Licht zuwenden.
Es ist Zeit für Wunder
Das MUSS und das IGNORIEREN weichen dem Weg des Friedens. Es fließt, ohne Anstrengung.
Alles geschieht immer im Licht, denn nur das existiert. Was im Weg steht, sind unsere begrenzenden Gedanken. Die Kontrolle fällt von uns ab und das Vertrauen kehrt zurück, auch in der Sexualität.
Auch die Sexualität kann Kanal und Ausdruck für die LIEBE sein, genauso wie alles andere in diesem Traum. Es dreht sich nie um die Hülle, d.h. den physischen Akt an sich, sondern IMMER um die Quelle, aus der wir die Dinge tun.
In den Geist der non-dualen LIEBE werden wir mit jeder Anwendung der Lektionen des Kurses in Wundern ganz natürlich und stillschweigend zurückgeführt. Und so geschieht es, dass wir nicht mehr ausgrenzen oder verurteilen wollen, sondern Frieden anbieten und uns für Heilung öffnen.
Wenn wir uns führen lassen (auch in der Sexualität), geschehen Wunder, die uns ALLE im höchsten Maße auf dem Weg ins Erwachen unterstützen. „Wenn ich geheilt bin, bin ich nicht allein geheilt.“ (Lektion 137, Übungsbuch, EKIW)
Meine Heiligkeit grüßt deine Heiligkeit
Worum geht es in (d)einer Beziehung? Dass wir uns gegenseitig als das wiedererkennen, was wir wirklich sind – ob mit oder ohne gelebte Sexualität. Meine Heiligkeit erkennt deine Heiligkeit.
Nicht das, was wir tun, ist heilig. Es ist der Moment, wo wir uns an das EINE SELBST erinnern, das heilig ist. Und diese wort- und gedankenlose Heiligkeit des EINEN SELBST erfahren wir genau da, wo wir sind, und bei genau dem, was wir tun. Das kann auch in der Sexualität sein.
„Ich verstehe nichts, was ich sehe.“
Lektion 3
Wir müssen nichts schützen, bestimmen oder verändern. Wir übergeben diesen Körper dem Licht und werden Zeuge einer Welt, die ohne Worte zu leuchten beginnt.
Alles wird durchleuchtet
Ich fühle, dass die Anwendung der Lektionen des Kurses auch die Sexualität vollkommen durchleuchtet. Wir müssen nicht mehr selbst –aus Verletzungen, Konditionierungen oder weltlichen Konzepten heraus– bestimmen. Wir öffnen unseren Geist und unser Herz für die Erfahrung der Wahrheit, die sich in der Sexualität, wie in einem Kuss oder in einer Umarmung, sowie auch im stillen Nebeneinandersitzen, ausdrücken kann.
Jede Idee zur Sexualität, zum Alter hierbei und auch zu den Zyklen der Frau, dürfen wir bereit sein, neu zu betrachten.
Das Wissen zu den Zyklen der Frau hat mir für einige Zeit sehr geholfen, aber irgendwann habe ich auch dieses Konzept ans Licht übergeben und um eine neue Sicht gebeten.
Heilung findet im Geist statt. Jede Entscheidung, die wir (du und ich) für das Licht und die Führung der LIEBE treffen, trägt zum gemeinsamen Heilen bei. Dabei muss der andere gar nichts davon wissen. Wie genau sich das auf lange Sicht auf physischer Ebene ausdrückt, werden wir sanft und friedvoll erfahren.
Ein Gespräch kann helfen
Auch das offene Gespräch kann zur Heilung beitragen. Wir erzwingen dies nicht und versuchen auch nicht es zu unterdrücken. Wir stellen uns dem Licht zur Verfügung und lassen durch uns geschehen. Entweder es zeigt sich, dass es hilfreich ist, offen Dinge anzusprechen, oder nicht. „Ich fühle, dass… und ich kann beobachten, dass sich gerade dieses … bei mir zeigt. Ich bemerke, dass mich dieses … triggert.“ so z.B. könnte ein Gespräch beginnen. Dabei kann es auch helfen, den Partner bzw. die Partnerin vorab als den heiligen Bruder bzw. die heilige Schwester im Geist wiederzuerkennen und vielleicht im Stillen die Worte zu sprechen: „Ich öffne mein Herz für dich.“ oder „Ich gebe dich frei.“
Wir dürfen diese Gespräche immer als eine Einladung an das Gegenüber betrachten, sich mit uns zu öffnen, ohne etwas vom anderen zu verlangen oder zu fordern. Wir vertrauen auf die Führung der Einheit, und stellen uns dieser zur Verfügung.
Warum sind wir in dieser oder jener Beziehung?
Um unsere Bedürfnisse zu befriedigen (auch versteckte) oder stellen wir GOTT (das Erwachen) an erste Stelle?
Die meisten Beziehungen entstehen durch Ersteres. Gottfried Sumser nennt es die unsichtbaren Fäden des Ausgleichs, die uns zusammenbringen. Dann begegnen wir diesem Kurs, der Lehre der Non-Dualität. Jetzt ordnet sich über die Zeit alles neu. Wir begegnen einem neuen Denken und hinterfragen Dinge, so auch die Sexualität und den Sinn dieser Beziehung. Davor müssen wir keine Angst haben, wir bemerken jedes Klammern oder Festhalten und wählen auch hierbei wieder den inneren Lehrer.
Jesus macht es ganz einfach: Folge dem Licht der LIEBE. Tritt zurück und folge. Du darfst vertrauen und alles wird sich im Geist so neu ordnen, dass es dich absolut glücklich macht, und zwar bedingungslos. Sorge dich nicht um die physische Welt, widme dich der Geistesschulung und lass dich von der Wahrheit führen, die dich an den „Ort“ zurückführt, wo du dich sanft in Frieden und sicher getragen fühlst. Ein glücklicher Traum ist das natürliche Ergebnis, was sich ohne Anstrengung zeigt.
Der Stern, der dir den Weg leuchtet
Lass durch dich geschehen und nutze den bedingungslosen Frieden immer jetzt als deinen sicheren Kompass.
Die Führung ist immer sanft und alles geschieht in einem Tempo, wie es zum höchsten Wohl aller stimmig ist. Wir nehmen unsere Hände vom Lenkrad.
Wir sind in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt. Ich erfahre es so, dass auf physischer Ebene bestimmte Dinge von uns abfallen, andere bleiben und sortieren sich neu, wieder andere kommen ganz neu hinzu. Aber all das steht nicht mehr an erster Stelle. Es geschieht einfach, und wir sind glückliche Beobachter. Das Erwachen in GOTT, die vollkommene Rückkehr, ist jetzt der Stern, der uns sicher den Weg leuchtet. Die Gedanken GOTTES zeigen uns die Welt GOTTES, die Gedanken der Vergangenheit, zeigen uns eine fragile Welt, auf die wir in Angst schauen.
Wir haben die Wahl, welcher Führung wir folgen. In jedem Moment aufs Neue – auch in der Sexualität.
In tiefer Dankbarkeit auf diesem Weg der Heilung mit dir,
Katharina





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